Jeansrock

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Damit die Jeans rockt

Früher waren Mädchen bei der Zusammenstellung ihrer Mode noch weniger anspruchsvoll. Man begnügte sich damit, dass Kleider eben ordinär aussehen und jede weibliche Schulklasse zu einem Konglomerat möglicherweise tiefer Wasser machten. Erst der Jeansrock änderte diese Tradition radikal, plötzlich war die Kombination aus Baumwolle und Elasthan in aller Munde und Damen wurden schlagartig offensiver.

In den Chefetagen von Eddie Bauer und Volcom weiß man wohl, dass jener soziologische Wechsel nicht viel mit der aufreizenden Passform einiger Modelle zu tun hatte. Wie immer sind Politiker für den beklagten Verfall verantwortlich. Einige Stimmen behaupten sogar, dass der Jeansrock bereits bei ersten Gehversuchen auf deutlichen Zuspruch stieß, weil selbst Mitglieder des Parlaments endlich einmal einem echten Gehschlitz nachgaffen wollten, unter dem sich nicht zwanzig Lagen abtörnender Höschen Marke Schwiegermutter verbergen. Als dann besonders revolutionäre Designer noch auf die Idee kamen, den ein oder anderen Jeansrock mit in der Seitennaht eingearbeiteten Reißverschlüssen zu veredeln, muss der Hormonspiegel einiger Entscheidungsträger dann endgültig verrückt gespielt haben.

Damals erreichte Umschwünge machen sich freilich auch in anderen Bereichen unseres Lebens bemerkbar. Regulär erreichbare Internetseiten wie www.planet-sports.de und www.otto.de verkaufen einen Jeansrock heute so selbstverständlich wie Polyester in anderen Formen. Und Sie können auf zahlreiche Angebote zurückgreifen, die in fetischistischem Maße unter die Klamotten heißer Küken blicken.

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